Unsere geliebte Helvetia erhält in letzter Zeit von allen Seiten Prügel. Sie ist von bestimmten Kreisen sozusagen auf den harten Boden der Realitäten geschlagen worden und hat dabei gemerkt, dass sie nicht ganz alleine auf der Welt ist. So auch im Falle des Herrn Gaddafi. Das Theater – eben Gadaffentheater – das rund um die Schweiz und den libyschen Diktator entstanden ist, hat sich die Basler Mittwoch-Gesellschaft deshalb zum Sujet der Basler Fasnacht 2010 gemacht. Das Theater fing eigentlich schon damit an, als Gaddafi drohte, der Schweiz den Ölhahn zuzudrehen. Die Lage spitzte sich dann aber mit der Verhaftung des Sohnes Hannibal und der anschließenden Geiselnahme durch den „wüsten Sohn“ zu. Auf der einen Seite steht da nun die Schweiz mit ihren politischen Akteuren, die völlig unbeholfen und ungeschickt auf die ganze Situation reagieren. Dafür steht sinnbildlich der Tambourmajor, als die mit dem Schwert erlegte kopflose Helvetia. Auf der anderen Seite symbolisiert der Rest des Zuges den lächerlichen Gaddafi in den verschiedensten Facetten, der die Schweiz natürlich am Gängelband führt, dessen Haltung und Maßnahmen aber auch immer groteskere Züge annehmen.