Stänzler der BMG und Geschichte der Stänzler
Da die Kostümierung an den stets zahlreicher werdenden Auftritten die Gesellschaftskasse erheblich belastete, liess die BMG an der Fasnacht 1922 zum Sujet „Platzkommandomisere“ als Fasnachtskostüme Stänzler-Uniformen anfertigen, die danach als Vereinsuniform getragen werden konnten. Diese haben die Basler Mittwoch-Gesellschaft seither an unzählige Anlässe im In- und Ausland begleitet.
Die Stänzler verübten vor allem Sicherheitsdienste. Diese bestanden aus der Überwachung der öffentlichen Gebäude und der Stadttore. Polizeidienste und Hilfeleistung bei Brandausbruch fielen auch in die Verantwortlichkeit der Stänzler. Als Unterkunft wurden der Standeskompanie die Gebäude der ehemaligen Stadtgarnison im einstigen Steinenkloster zugewiesen. Das triste und monotone Leben als Standessoldat wurde durch Hohn und Spott noch bitterer. Stänzler galten allesamt als rüpelhaft, trunksüchtig und liederlich.
Im Zuge der Trennungswirren zwischen Stadt und Landschaft 1833 kamen die Stänzler zum Kampfeinsatz. Nach der Niederlage am 3. August 1833 musste die Standeskompanie im Herbst auf eidgenössischen Befehl hin aufgelöst werden.
Aufgrund verschiedener Recherchen können wir jedoch mit Sicherheit feststellen, dass die Stänzler-Uniformen der BMG mitnichten an die der Stänzler, also der ehemaligen Standeskompanie (1804-1833) angelehnt sind. Die Uniformen der BMG sind der Uniform der Basler Standestruppen (1833- 1856) nachempfunden. Genauer gesagt den Uniformen der Artilleriekompanie des Stadtregiments der Basler Miliz. Zeitlich etwa den 1830er Jahren zuzuordnen.
Mehr zu den Stänzlern auf altbasel.ch
www.altbasel.ch/dossier/stanzler.html
www.altbasel.ch/fussnoten/bmg.html


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